Proposal: Art is not an article

10/22/2018

«Art is not an article» ist eine von ihren Mitgliedern betriebene und *kuratierte* Plattform, eine sogenannte *Cooperations-Plattform* zur Förderung und zum Vertrieb von zeitgenössischer, bildender Kunst. Die Plattform verbindet Künstler, *Vermittler* und Interessierte sowohl untereinander als auch mit spezifischen Ressourcen. Sie ermöglicht damit einen *kooperativen* Handel mit Kunst.

** Herkunft der Idee
Die Projektidee wächst aus der Beobachtung und Überzeugung heraus, dass die Partizipation am Kunstmarkt durchaus breiter und demokratischer angelegt sein könnte. Das Bild, das der Handel mit Kunst in seiner Zuspitzung heute zeigt, entspricht noch nicht jenem der Produktionsseite der Kunst, wo andere Werte bereits gelebt werden und andere Positionen etabliert sind.

Der Handel mit Kunst funktioniert zum überwiegenden Teil durch Vermittlung und Promotion. Weil die direkte Vermittlung ihrer Kunstwerke durch die Künstler meist nicht effektiv ist, muss der Fokus verstärkt auf die Promotionstätigkeit gelegt werden, muss die Tätigkeit der vermittelnden Personen aufgewertet und attraktiv gestaltet werden.

** Verortung des Projekts
Das vorliegende Projekt ist eine künstlerische Herangehensweise an einen der Kunst eigenen, immanenten Topos. Also Betrachtung, Adaption und Bearbeitung des Topos «Kunsthandel» aus der Sicht des Künstlers.

Die Bearbeitung des Gegenstandes ist zukunftsorientiert ausgelegt und inhaltlich offen gehalten. Trotz des fiktionalen Elements soll das Projekt konkrete Form und als Cooperations-Plattform Tatsache werden. Darüber hinaus soll «Art is not an article» als funktionierende Organisation langfristig Bestand haben.

** Konzept
*** Methode und Instrument
Mit der Cooperations-Plattform wird eine leistungsfähige Kommunikationsstruktur entstehen, enthaltend praktische Werkzeuge und Dienste wie:
- Eine kompetent und sorgfältig zusammengestellte Sammlung von Kunstwerken
- Anwendungen zur Organisation und Präsentation der individuellen Portfolios
- Foren, um die vielfältigen Aspekte von Kunst und des Handels mit Kunst zu diskutieren
- Musterdokumente und -verträge, wie sie beim individuellen Handel mit Kunst benötigt werden
- Anbindung an international kompatible und sichere Organisations- und Transaktionssysteme

Damit soll sich für die Beteiligten der Einstieg in den Kunsthandel vereinfachen, sowie niederschwellig und risikolos gestalten.

Die funktionelle Ausgestaltung der Dienste und Werkzeuge soll die Nützlichkeit der Plattform gewährleisten und die Kooperations-Partner in ihren Aktivitäten kontinuierlich unterstützen.

*** Ziele
Mit der Verwirklichung des Projekts soll:

a) eine Online-Plattform entstehen, die:
- die Teilnehmer in ihrem Kunstengagement unterstützt und dabei hilft, ihre Kompetenzen in den sachbezogenen Bereichen zu entwickeln
- den Aufbau von Beziehungen möglich macht, um in der Folge künstlerische Werte (ideelle wie materielle) zu produzieren und auszutauschen
- einen Mechanismus installiert, der die individuelle Arbeit der Mitglieder aufnimmt und entlohnt
- auf der Basis von Kooperation einen Wirtschaftsraum für die Beteiligten schafft

b) eine Organisation entstehen, in der die Verantwortlichkeit bei den Mitgliedern liegt: durch kollaborative Planung und Transparenz im Handeln.

** Projektentwicklung und -umfang
Das Projekt wird kontinuierlich entwickelt und schrittweise initialisiert. Dasselbe gilt für die Implementierung der Inhalte und Funktionen der Plattform. Mit den vorhandenen und eingehenden Ressourcen wird so eine zunehmend umfassendere und effektivere Plattform geschaffen. Die Betriebsorganisation wird zeitlich übereinstimmend zu den Initialisierungsschritten aufgebaut.

Das Projekt sowie die Plattform sollen nicht über bestimmte Grössen hinaus entwickelt werden. Inhaltlich angestrebt ist ein Umfang von ± 999 Kunstwerken von ± 111 Künstlern. So sollen Übersichtlichkeit, Persönlichkeit und Transparenz gewahrt bleiben. Die Anzahl partizipierender Teilnehmer in anderen Rollen ist nicht beschränkt.

Möglich und auch erwünscht ist die Verbreitung der Idee. Es könnten also durchaus weitere, ideell und technisch ähnlich gelagerte Plattformen entstehen, jedoch mit personell anderer Besetzung.

** Komplette Projektbeschreibung
https://www.ainaa.net/annexe/ainaa-docu/ainaa-docu.html

Country:
Location:
International
Duration:
11/12/2018 - 04/29/2019
Profession:
Software Development, Curating, Content Development, Communication

Contact

Farbica
Paul Zoller
coop@ainaa.net
079 673 72 71

Switzerland - 4055 Basel
http://www.farbica.com