In acht Wochen von der Idee zum Prototyp

Fluxdock-Pilotprojekt «Serendipity Bot» (2018)

Unser Pilotprojekt Serendipity Bot war gezwungen, einen schwierigen Start hinzulegen: Das Team um Roger Aeschbach und Yann Graf hatte so gut wie keine Zeit, sich auf die Durchführung des Projekts vorzubereiten.

Ursprünglich hatten wir nämlich einem anderen Projekt unsere Carte Blanche erteilt - im Zuge der Vorbereitungen stellten sich die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit dann jedoch als derart schwierig heraus, dass wir kurzfristig ein neues Projekt auswählen mussten. Die Wahl fiel auf den 2. Sieger unseres Auswahlprozesses: den Serendipity Bot. 

Mit ihrem Projekt, dem Serendipity Bot Online Training, sollte ein Tool entworfen werden, das Projektteams dabei hilft, ihre täglichen Herausforderungen kreativer zu lösen. Das Tool soll einen 30-tägigen, kollaborativen Workshop umfassen und NutzerInnen dabei unterstützen, neue Ideen zu generieren und direkt umzusetzen. 

«Innovation wird oft mit Wettbewerbsvorteilen und Mitarbeiterzufriedenheit in Verbindung gebracht», erklären Roger Aeschbach und Yann Graf die Hintergründe ihrer Idee. «Kreativität ist in einem Unternehmen nicht einfach zu fördern. Workshops können einen erheblichen Teil der Zeit der Teams in Anspruch nehmen. Die Angst vor Veränderungen kann zudem die Kreativität in Unternehmen beeinträchtigen. Hier wollen wir mit unserem Bot Abhilfe schaffen.»

Finales Ziel des Projekts sei es, Innovationen im kollaborativen Bereich zu fördern, Teammitgliedern zu ermöglichen, in kleinen Iterationen, täglich und in ihrem persönlichen Tempo Fortschritte zu machen und Kreativität in einem spielerischen - und damit: sicheren Rahmen möglich zu machen. 

Das Fluxdock-Projekt ermöglichte den beiden Projektbeteiligten die Ideationsphase ihres Serendipity Bots. Fluxdock kuratierte für das Team weitere Projektbeteiligte über die Fluxdock-Plattform, übernahm das Projekt- und Prozessmanagement , stand während des Projekts nach Möglichkeit beratend zur Seite und stellte den digitalen Arbeitsbereich für das Projekt zur Verfügung.

In insgesamt vier Sprints, die sich von Anfang Februar bis Anfang April erstreckten, entwickelte das Team um Yann Graf und Roger Aeschbach einen Prototypen des Serendipity Bots. Während der zweimonatigen Entwicklungsphase wurden sie unterstützt von Jeroen de Ruijter von Hat Rabbits, der das Projekt mit seiner Expertise in den Bereichen kreative Problemlösung und Innovationscoaching entscheidend bereicherte. 

In insgesamt vier Sprints evaluierte das Team Nutzer- bzw. Kundenbedürfnisse und erstellte hierzu zunächst eine Mindmap und in einem zweiten Schritt einen Business Model Canvas. Im Rapid Prototyping Verfahren wurde eine Customer Journey entwickelt und die Möglichkeit einer Vernetzung des Feedbacks vom Chatbot mit Interventionen menschlicher BeraterInnen geprüft.

Eine erste Visualisierung des Prototypen entstand, die von zwei ExpertInnen aus dem HR-Bereich sowie von zwei Führungskräften getestet wurde. Basierend auf dem Feedback der TesterInnen entstand eine nächste Version des Prototypen sowie eine Website, auf der sich die Testversion des Serendipity Bots live testen liess. Zudem entwickelte das Team die erste Version eines Pitchpapers für das entwickelte Tool. 

Nach Abschluss des Fluxdock-Pilotprojekts arbeitete das Team für einige Zeit intensiv am Serendipity Bot weiter, um u.a. ein konkretes Geschäftsmodell zu entwickeln, potentielle Einnahmequellen zu definieren und die Entwicklung des Serendipity Bots schrittweise fortzuführen.

Nach der Evaluation weiterer technologischer Lösungen, der Entwicklung neuer Customer Journeys und der Ausarbeitung eines umfassenden Pitchpapers im Anschluss an das Fluxdock Projekt musste das Team aufgrund fehlender Ressourcen die Weiterbearbeitung des Projekts jedoch bis auf Weiteres zurückstellen. 

Als wichtigste Learnings nannte das Projektteam Serendipity Bot im Nachhinein die enorme Schwierigkeit, ein funktionales Produkt zu entwickeln, dessen Konzept einen hohen Anteil intrinsischer Motivation der Nutzenden voraussetzt sowie die enorme Komplexität der Herausforderung, menschliche Interaktion mit Hilfe von Technologie zu imitieren. 

Das agile Coaching durch Fluxdock wurde als hilfreich dabei empfunden, die verschiedenen Entwicklungsphasen im Projektzeitraum mit einem strukturierten Ansatz anzugehen.

Aus Fluxdock-Perspektive können wir feststellen, dass es dem Team gelungen ist, auf agilem Wege und mit iterativer Herangehensweise binnen kürzester Zeit aus einer Produktvision einen funktionalen, testbaren Prototypen zu entwickeln. 

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