«Den Wald vor lauter Bäumen»

Fluxdock ist eine Plattform für digitale Zusammenarbeit an firmenübergreifenden Projekten. Fluxdock ist aber auch: ein 1500 Quadratmeter messender Workspace mit über 90 Arbeitsplätzen für kollaborationswillige Firmen und einer nicht ganz anspruchslosen Infrastruktur.

Zwischen 2016 und 2018 wurden Standort und Plattform gemeinsam aufgebaut. Geplant war Fluxdock als Mischkalkulation: Ein Kleinst-Team sollte im Zusammenspiel des vorhandenen Budgets und der Ressourcen und Kenntnisse der sich im Fluxdock-Framework zusammenschliessenden Firmen die Entwicklung des Kollaborations-Hafens “made in Switzerland” koordinieren.

So weit, so kollaborativ.

Einen Standort auf- und auszubauen, mit für den Projekterfolg relevanten Mietern zu füllen und den laufenden Betrieb zu optimieren, ist keine Teilzeitaufgabe. Digitale Tools und Methoden zu entwickeln, zu testen, miteinander zu verknüpfen und aktiv am Markt zu platzieren, um die Zusammenarbeit kollaborativer Player zu erleichtern, ist ebenfalls keine Nebensächlichkeit.

Als die eingeplanten Ressourcen sich dann im laufenden Betrieb der beteiligten Unternehmen nicht im geplanten Umfang abrufen liessen, weil ihnen das unberechenbare Daily Business dazwischen kam, mussten Kompromisse her. Für die parallele Entwicklung von Standort und Plattform fehlten schlicht und ergreifend Stellenprozente  - was keinem der beiden Bereiche nützte.

Rückblickend betrachtet, hätte eine klare organisatorische Trennung zwischen der digitalen Plattform und dem physischen Fluxdock beiden Bereichen vermutlich gut getan.


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Bloss weil der Aufbau eines physischen Standorts keine herausragend innovative Angelegenheit ist, bedeutet das nicht, dass sich die Aufgabe “im Vorbeigehen” erledigen lässt. Plattform - und Standortentwicklung hätten getrennt voneinander organisiert werden sollen, um die nötige Koordination von Massnahmen im Standortbereich nicht auf Kosten der Vision einer digitalen kollaborativen Infrastruktur durchführen zu müssen. 

Projektinfo

Im Fluxdock am Freilager-Platz 3 in Münchenstein/Basel teilen sich heute sechs Firmen auf rund 1500 Quadratmetern über 90 Arbeitsplätze. Anders als klassische Co-Workingspaces wurde das Fluxdock nicht für einzelne Kurzzeitmieter konzipiert, sondern für etablierte Firmen, die jenseits des klassischen Büro-Silos miteinandern in Austausch und damit auch: in Kollaboration treten wollen. 

Um diese jenseits klassischer Unternehmensstrukturen stattfindende Zusammenarbeit zu erleichtern, wurde 2015 mit dem Aufbau einer hochwertigen physischen Infrastruktur begonnen, die 2018 um digitale Kollaborations-Räume ergänzt wurde.